Textschichten (graphische Darstellung)
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ThemaFeste und Klosterfahrten
Datierung4. Nov. 1509
TextschichtZufügung eines Absatzes durch Heinrich Meier (HM) sowie weitere undatierte Änderungen, die paläographisch übereinstimmen.
Vergleich zuDer ursprüngliche Text dieser Neuredaktion, verfaßt von Marquard Marquardi (MM), umfaßt acht Absätze. Er schließt an den Text über husen an.
Zusätzlich dargestellt
Schreibkorrekturen: Korrekturen unmittelbar im Schreibfluß, die keiner (späteren) Textschicht zugeordnet werden.
ZitationKundige bok 2, digitale Edition, Feste und Klosterfahrten, 4. Nov. 1509 <http://kundigebok.stadtarchiv.goettingen.de/kb2Web/Main?cite=2wwjjwg> (17.01.2018)

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KC08R
Von vorticht der (kinde) kindere, de men
in kloster gifft, kindelbedde, brudgavͤe (⁊c̅) etc.

KV Hierzu am rechten Rand: Non lege
Welk unser (medeborger) medeborgere edder (medewoner) medewonere
sin kind edder frund in eynen (geistlicke̅) geistlicken orden
gevͤen edder beraden will, de schall dat kind
edder synen frund to fornt vor (dem̅) deme rade vor-
ticht laten doen von alle (dem̅) deme erve unde
gude, dat an se vallen edder (erve̅) erven moge
von (unßer̅n) unßeren (medeborger̅n) medeborgeren edder (medewoner̅n) medewoneren edder anders mit ervͤe unde gude, dat
up unser stad marcke edder in der stadt
ligget. KV Hierzu am rechten Rand: Vacat Unde de jenne, de dat kind edder
synen frund also in den orden gegevͤen edder
beraden hedde, schall des nehisten frydages
dar na (upp̅) uppe dat radhuß (kome̅) komen unde vor
(dem̅) deme rade synen eyd dar to doyn, dat he
unßer stad geloffte mit kosten unde gesten
geholden hebbe. We des nicht endede, de
scholde dat (vorbetter̅n) vorbetteren na (gnade̅) gnaden des rades.


We hir mit uns wonet unde der brud,
edder
brudegam edder kinderen, de men
to closter gevͤe, wat schencken edder (geve̅) geven
wolde, he sy to der werdschup edder closter
fard geladen icht edder nicht, de mach
KV Hierzu am rechten Rand: Non lege schencken (upp̅) uppe seß schillinge, wor (ann̅) anne he
wille edder eyn stovecken wins unde
furder nicht. Min mach eyn jewelk woll
doyn ane vader unde moder unde de in
de tall der brudlacht unde wertschup nicht
enhoren noch gerekent sin, de mogen
woll furder gevͤen. KV Hierzu am rechten Rand: ( vide) in cedula.

KV Hierzu am rechten Rand: Non lege (q) quia (immut) immutatum
Ock en schall neyn unßer medeborger effte
(medwoner) medwonere to (vadder̅n) vadderen gelde mer gevͤen,
wen eynen halven ferdingk unde furder
nicht noch budil noch sweidelersweidel: Tasche, besonders zur Aufbewahrung von Reisebedürfnissen und Speisen. vorhin
edder na.

KV Hierzu am rechten Rand: Non lege KV Hierzu am rechten Rand: (Pnu̅ctiat) Pronunctiatum (do) dominica (p) post (om̅) omnium (sancto) sanctorum nona [1509 Nov 4]
Unde de jenne to (vadder̅n) vadderen gebeden, mogen to oren eren bidden veir
par fruwen unde furder nicht de (om̅) ome to eren stan unde den sulven
schencken eyn halff stowecken wyns edder beir unde eyn (becke̅) becken mit
koken unde furder nicht.


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KC08V

KV Hierzu am linken Rand: Non lege
Ock en schall nymand in dat kindelbedde (schencke̅) schencken
noch gave geven uthgenomen de vadderen.


We dusßer artickele (welke̅) welken vorbreke unde des
bekende edder (erwu̅nen) erwunnen worde, de scholde
(dem̅) deme rade unde der stad drey puͤnt gevͤen.


(Wem̅) Weme ock de (burmester) burmestere edder wakeknecht
buth (upp̅) uppe de wachte, de schall dar sulvest
gan, he enhedde (denn̅) denne reddelicken (hinder) hindere
(alsedenn̅) alsedenne mochte he (eyne̅) eynen (ander̅n) anderen (borger) borgere,
de so gud were alse he, in syne stede (schicke̅) schicken.
We des nicht en dede, schall der stad veir
schillinge gevͤen.


Ginge ock we von der wachte ehir rechten
tyden unde dat dor up keme, de scholde dar
vor twey nacht in de stede waken.

KV Hierzu am linken Rand: Lege
Weme ock de (burmeste) burmestere boden in de Leyne
graven
edder landwere unde dar nicht
enqueme, de scholde r wolde (de̅) dem rad eynen ferdingk geven laten panden
vor twene schillinge
.