Textschichten (graphische Darstellung)
Metadaten
ThemaBrauwesen
Datierung[21. Okt. 1459]
TextschichtVom ursprünglichen Text von Andreas Brun (AB) sind nur acht Absätze erhalten. Der Beginn ist zusammen mit den ersten Themen der Statutenredaktion von 1459 verloren gegangen. Siehe hierzu die Einleitung zu Buchteil KE. Die Datierung erfolgt rückschlüssig aus den datierten Statuten über Kleidung, die in der Regel zwei Wochen nach dem ersten Verkündungstag (mit Schoß, Brauwesen etc.) erfolgten. Siehe Einleitung.
Zusätzlich dargestellt
Schreibkorrekturen: Korrekturen unmittelbar im Schreibfluß, die keiner (späteren) Textschicht zugeordnet werden.
ZitationKundige bok 2, digitale Edition, Brauwesen, [21. Okt. 1459] <http://kundigebok.stadtarchiv.goettingen.de/kb2Web/Main?cite=2wqrf8g> (17.01.2018)

||
KE01R

<...> Der Beginn der Statutenredaktion von 1459 fehlt. Siehe Einleitung
nicht staden en wolde sin (kor̅nte) kornnte in der molen to metende
edder to vormettende unde hinder den jennen, de de rad dar
to geschigket hefft, (korn̅) kornn unghemettet (upp̅) uppe de molen droge (und̅) unde
dat nicht en hilde, alse he dat (alsevor̅) alsevorn holden scholde. So
dicke alse dat gescheghe, so scholde he dat vorbetern na gnaden
des rades.


Ock en schal (nyma̅t) nymant bruwen, he sii eyn (borg) borger (und̅) unde (nyma̅t) nymant vor den
(andn) andern bruwen. Id en schal ock (nyma̅t) nymant, dat sii fruwe edder
man, de mit eynem (andn) andern ynne wonet, bruwen. Dar schal
ock (nyma̅t) nymant bruwen in (eynem̅) eyneme (andn) andern huse, wen in (dem̅) deme (sulve̅) sulven
huse, dar he ynne wonet, by der (sulve̅) sulven pyne. Id en sij (denn̅) denne,
dat (om̅) ome de rad dat erlove.


KV Hierzu am rechten Rand: (No) Nota, we myt ketel-
len bruwet, de gifft 5v (f) ferdingk ( <...> liber gestorum antiquorum folio 27 <...>)
Ock en schal hir nymand bruwen mit [ jenighen ] (andn) andern pannen,
(wenn̅) wenne mit der stad pannen, noch mit neynen (ketel̅n) ketelen, by
der sulven pyne.


Den (bruwer̅n) bruweren schal men to lone gheven on beyden samptlicken
eyn loth (penni̅ge) penninge unde furder nicht, alse se dat to den hilgen
gesworen hebben. Den ketildregerschen schal me nicht mer geven
wan von eynem bruwelse 8viii (ɖ) denarii und (ford) forder (neynleye) neynerleye ander dingk
ane de kost, wan se de
ketel bringet
(und̅) unde to hus dricht.


Von der pannen schal men gheven eynen schillingk.


Nymand schal beyr sellen, he vorschote theyn marck (und̅) unde sy
eyn (borg) borger (und̅) unde schal dat stovecken beyrs gheven vor veyr (pe̅ni̅ge) penninge,
alse (vo̅) von alder wontlick is ghewesen (und̅) unde gheven (rchte) rechte mathe.


Ock en schal nymand fromede beyr sellen in der stad edder
uppe der stad marcke, he en do dat mit willen des rades ock
by der sulven pyne.


Ock en schal nymand bruwen edder beyr sellen uppe dem marsche edder in dem oldendorpe by der (gnten) genannten pyne.

KV Hierzu am rechten Rand:
(No) Nota, we myt ketel-
len bruwet, de gifft 5v (f) ferdingk ( vide liber gestorum antiquorum folio 27 <...>)

Ock en schal nymand (jenigleye) jenigerleye ghemalen (kor̅nte) kornnte edder gemalen
molt hir in de stad foeren edder (bring̅n) bringen laten ane erlove des
rades. We dat dar enboven dede, de scholde dat (vorbeter̅n) vorbeteren na
gnaden des rades.

Welk fruwe seck vorandern und (eyne̅) eynen (andn) andern man nemen wille, de erve und gud hefft 10x (m) marck gewert, de knecht, (man̅) mann
und fruwe schullen seck nicht laten to hope geven laten noch by slapen, de knecht
eder man sij hir to vorn (borge) borger. We dat (ands) anders hilde, de scholde dem rade
5v (m) marck geven und doch noch (borg) borger werden ehir se (bruwed̅n) bruweden (ed) eder jenige hande-
linge hir myt uns halden.