Textschichten (graphische Darstellung)
Metadaten
ThemaLicht und Feuer
Datierung[1472-1497]
TextschichtErgänzung und Überarbeitung durch Heinrich Meier (HM). Undatiert, aber frühestens 1472 (erster Nachweis von Heinrich Meier in der Göttinger Kanzlei). Beide Änderungen lassen sich durch paläographische Betrachtung derselben Textschicht zuordnen.
Vergleich zuDer ursprüngliche Text dieser Neuredaktion, verfaßt von Andreas Brun (AB) umfaßt eine Seite. Er schließt an den Text über breven an.
Zusätzlich dargestellt
Schreibkorrekturen: Korrekturen unmittelbar im Schreibfluß, die keiner (späteren) Textschicht zugeordnet werden.
Streichung: Undatierte Streichung von unbekannter Hand. Möglicherweise im Zuge der Überarbeitung durch Heinrich Meier.
ZitationKundige bok 2, digitale Edition, Licht und Feuer, [1472-1497] <http://kundigebok.stadtarchiv.goettingen.de/kb2Web/Main?cite=36p55kz> (23.01.2018)

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KA29V
Wo eyn jewelk sin lecht
unde fuer bewaren schal


Id en schal neyn unser (medeborgher) medeborghere edder de mit uns
wonet in sinen hoff, schunen edder stelle gan edder stelle
gan laten bij dage edder bij nacht mit jenigen blasen edder
wisschen ock mit jenigen lechten, id en sij in eyne gude luch-
ten gesat unde dat beware, so dat dar neyn schade edder fur
von kome.
En schal dar ock (nyma̅des) nymandes
(fro̅medes) frommedes laten ynghan
ock by lechte nicht
darschen noch jenigen
(ander̅n) anderen arbeid in (schune̅) schunen
by lechte doyn ock (ney̅) neyn
queͤckQuek = Vieh. by lechte (foder̅n) foderen.
We dat vorbreke edder von (sinem̅) sineme huß gesinde
edder gesten vorbroken worde, de scholde so dicke also dat
geschege, (dem̅) deme rade unde der stad viff schillinge geven.


Nymand en schal ok mit blasen edder wisschen gan up der
straten bij avende edder bij nacht, id sij winter edder (so̅mer) sommer,
wer to slapdrancke, hochtid, seltschup beyrlude edder an-
ders. We dijt vorbreke, de schal (dem̅) deme rade unde der stad,
so vaken dat geschege, 5v schillinge geven.


Unde wan de rad dat besehin leth de rad wil besehin laten, we (sin) siner (lucht̅) luchten nicht en hefft-
edder tuget (bynne̅) bynnen dussen nehisten 14xiiij nachten, den wil-
len se panden laten vor viff schillinge.


Ock en schal nymant de (fure̅mere) furemmere vordragen edder in
nemen. We dat dar (enbove̅) enboven dede, unde se nicht wedder
vor dat radhuß na den nehisten dreen dagen alse men
dar mede gelesschet hedde, wedderbrochte, boven wen
des de rad queme, de scholde vor jewelken (em̅er) emmer so (me̅nigen) mennigen he vordragin edder ingenomen hedde, (dem̅) deme rade
unde der stad geven eynen ferding unde doch gelike
wol den (e̅mer) emmer betalen.