Textschichten (graphische Darstellung)
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ThemaKleidung
Datierung6. Nov. 1468
TextschichtDer Text dieser Neuredaktion, verfaßt von Andreas Brun (AB) umfaßt mehrere Seiten und schließt an den Text über Korn an.
Zusätzlich dargestellt
Schreibkorrekturen: Korrekturen unmittelbar im Schreibfluß, die keiner (späteren) Textschicht zugeordnet werden.
Überarbeitung: Einige Streichungen. Undatiert, unbekannte Hand.
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ZitationKundige bok 2, digitale Edition, Kleidung, 6. Nov. 1468 <http://kundigebok.stadtarchiv.goettingen.de/kb2Web/Main?cite=d86xlrb> (24.04.2018)


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KA20R
(Scda̅) Secunda (pnu̅ctiatua) pronunctiatura
Ita (pnu̅ctiat) pronunctiatum anno (dm̅) domini (⁊c̅) etc. 68lxviijͦ (dm̅ca) dominca
(p) post (festu̅) festum (omi̅) Omnium (sco) Sanctorum 1468 Nov 6.


KV Hierzu am rechten Rand: Lege Id en schullen neyne fruwen edder jungkfruwen mit uns
wonhafftich ane guderhande fruwen sunder erlove des
rades draghen fyne perlen, spangin edder jenich ge-
smide, effte borden, an oren hoyken, rocken edder (kogil̅n) kogilen
noch nergen anders anne edder neyne beneyde (cleyder) cleyderer
edder (kogil̅n) kogilen mit golde, sulvere, mit siden, mit borden
noch nergen anders mede, sunder jungfruwen moghen
fyne perlen dragen an oren krentzen unde anders ner-
gen anne unde vor gulde edder (sulven) sulveren fatinge schenen,
gordele edder dűsinge en schullen neyne fruwen edder
jungfruwen mit uns wonhafftich dragen ane guder-
hande fruwen.


KV Hierzu am rechten Rand: Von den
krentzen
KV Hierzu am rechten Rand: lege Dar en schullen neyne unser medeborgersschen edder jűng-
fruwen von unsers borgers (kinden) kinderen mer hebben (denn̅) denne
(eyne̅) eynen krantz unde den (jenne̅) jennen, den techlick is (und̅) unde ge-
foeget to dragende de groten krentze, wille nu de nu
de groten krentze dragen, dat mogen se doen. Unde de
en schullen (denn̅) denne der lutken krentze von (p̲len) perlen unde
golde so gemaket nicht hebben noch dragin. We averst
der groten krentze nicht endricht, edder dragin wil, de
mach eynen lutken krantz hebben unde dragen, unde
furder nicht. Unde de sulve lutke krantz schal nicht
bether noch mer gekostet hebben (denn̅) denne viff marck unsir
stad weringe, unkostlicker mach he wol sin. We id
anderß, (denn̅) denne so vorgerort is, hir en bynnen edder anderß
wor en buten hilde, unde de krentze nu fortmehr kost-
licker hedde unde droghe, so dicke unde (vakenn̅) vakenne dat
geschege, scholde der jungfruwen edder fruwen vader
edder hußwert, von der dat geschege, eyne halve roden
mit kalke unde steynen műren laten, hir an der stad
feste sunder gheverde. Doch welk fruwe edder jűng-
fruwe (vorbenom̅) vorbenomt reide krentze hedden, de moghen
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KA20V
KV Hierzu am linken Rand: lege sick der krentze (eyne̅) eynen forth vor sick alleyne gebruken
unde dragen ock anderß nicht. Unde efft der welk
wore, de der krentze welken vor nyghen edder vor
(anden) anderen wolde laten wolde, de scholde (denn̅) denne sulken krantz
nicht beter noch kostlicker wedder maken laten, (denn̅) denne
so dat nu hir gesat unde gekundiget is bij der (vors) vorscriven
pyne.


KV Hierzu am linken Rand: Non legeWelk jűngfruwe ock sus de lutken krentze hedde (und̅) unde
in dat hilge echte beraden worde, de scholden (denn̅) denne (und̅) unde
ock andere fruwen unß (borgsschen) borgersschen, dede kogil krentze
hebben, se sin wu se sin, nű vortmer up oren kogelen
nicht mer dragen bij der (sulve̅) sulven pyne.


KV Hierzu am linken Rand: Von den (spa̅nen) spannen Unde so mach eyn jewelk fruwe edder jungfruwe, den
id techlick is, wol windsnore bendicken mit parlen
unde eyn span draghen ock furder nicht. Unde des so
schal neyn unser (medeborger) medeborgere edder medewoner, de (sin) siner
husfruwen edder dochter eyn span (gheve̅) gheven wil, (je̅nich) jennich
span (gheve̅) gheven, dat bether edder mer gekostet hebbe, (denn̅) denne
theyn gulden, [ min ] mach des wol gewert edder unkost-
licker sin, doch welk fruwe edder jűngfruwe alhir
mit uns wonhafftich von (unsin) unsiren (borgsschn̅) borgersschen edder (borgs) borgers
(kindern̅) kinderen reyde span hedden, de mogen der span eyn (und̅) unde
nicht mer to tiden dragen unde de vor sick alleyne
unde anders nicht gebruken, hir en (bynne̅) bynnen unde ock
anders wor to wertsschuppen enbuten. De (sulve̅) sulven fruwen
unde jungfruwen schullen ock to under mouwen nicht
kostlickers noch beters dragen, von syden wande, (denn̅) denne
damaßkenDamast, eine Gewebe mit eingewobenem Muster.. Unde we (dussem̅) dusseme anderß dede, de scholde,
so dicke unde (vakenn̅) vakenne de dat dede unde vorbreke,
eyne roden mit kalke unde steynen műren laten in
der stad feste, wor de rad dat wisede. Unde welk fru-
we edder jungfruwe, de de dricht an rogken edder
(kogil̅n) kogilen, edder (eyne̅) eynen widen rogk, hoycken edder mantil
mit bűndwercke gefoedert, ore man edder vader schol-
de vorschoten 250iiɉ marck, mer moet he wol (vschoten) vorschoten.


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KA21R


Ock en schal nymant syner dochter edder frűnde (medegeve̅) medegeven
mer (denn̅) denne eynen krantz, den groten edder cleynen alse
de jungfruwe gedragen hefft, (want̅) wante an de tid, alse de in
dat echte beraden werdet unde forder nicht bij der (vors) vorscriven
pyne.

KV Hierzu am linken Rand: vacat
Ock alse de eyn deils der mans hoycken so kort sin, dat
se ore schemede kume mede konen bedecken, wil de rad,
dat nymant, he sij jűngk edder olt, korter hoycken
degelickes hir up der straten dregen schulle, denne
alse eyn jewelk mit sines sulvest handt, mit (sine̅) sinen uth
gestreckeden (finger̅n) fingeren an sin beyn (upp̅) uppe dat lengiste gripen
kan.


KV Hierzu am rechten Rand: (vo̅) von den kort man
hoycken
KV Hierzu am linken Rand: vacat De Unde alse nu vele jungfruwen unde fruwen
schullin ore (cleyde) cleydere alse
an roggen (un̅) unde (flogil̅n) flogilen
nicht (leng) lenger hebben
(denn̅) denne wan se (upp̅) uppe (ore̅) oren
(holssche̅) holsschen stan, dat se
(denn̅) denne (upp̅) uppe de erden
reicken
langhe
(cleyder) cleyderer hebben, de (on̅) one na sleifen, wil de radt, dat men
der (cleyder) cleyderer nicht mer so langk hebben edder dreghen
schulle, in rogken edder an flogilen, sunder de schullen
nicht lenger sin, (denn̅) denne alse eyn fruwe edder jungfruwe
(upp̅) uppe oren holtsschen stande (upp̅) uppe de erden reicken konen.


KV Hierzu am linken Rand: vacat KV Hierzu am rechten Rand: (Vo̅) Von den na sleyfenOck en schullen neyne fruwen edder jungfruwen mit
uns wonhafftich ane guderhande fruwen draghen gul-
den edder sulveren stucke edder siden wand to (mantil̅n) mantilen,
rocken edder hoycken. Worde aver eyn fruwe edder
jungfruwe hir yn gefurd edder (gegeve̅) gegeven, wat (cleyder) cleyderer
edder gesmide, de hir in bringet, de mach se draghen
unde der gebruken eyn jar unde na (dem̅) deme jare schal
se dat holden mit der cleydinge, alse (vors) vorscriven steyt.


Unde mit dusser cleydinghe, de mit uns wonhafftich sin,
schullen dat holden buten der stadt, alse dar en (bynne̅) bynnen,
unde dijt (u̅me) umme dusse cleydinghe schal eyn jewelk vor-
schoten, bij (synem̅) syneme eyde.


Unde we (duss) dusser (vorben̅) vorbenomt dingk (je̅nich) jennich vorbreke (und̅) unde so dicke,
he dat dede, scholde he (dem̅) deme rade (und̅) unde der stad drey (pu̅t) punt geven.


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KA21V


KV Hierzu am linken Rand: Von den krallen
snoeren
von bruden (und̅) unde
(vo̅) von (de̅) den (luttfeilen) lutterfeilen
KV Hierzu am linken Rand: Illud (pnuctat) pronunctiatum ut () in cedula Id en schal neyn jungfruwe, maget edder fruwe, de mit
uns wonet, hir in der stad edder dar enbuten dragen
jenigerleye krallen snore an oren halsen, gordelenGordel = Gürtel.
edder armen edder jergen (ann̅) anne, se edder (or) ore elderen
effte hußwerd vorschoten 150iɉͨ (mrk;) marck. Des geliken en schul-
len neyne fruwen edder brude to hochtiden edder anderß
dragen lutterfeilen, se (edd) edder (or) ore hußwerd edder (elden) elderen
vorschoten 150iɉͨ (mrk) marck. Unde dijt schal men holden alle tid
ane in den lesten dren doren dagen, so mach (ey̅) eyn jewelk
jungfruwe, maget, fruwe edder man dragen wes (om̅) ome ge-
lustet alse (went̅) wente her to wontlick is gewesen. We dijt
anders hilde unde des bekende edder (erwu̅nen) erwunnen worde,
scholde (dem̅) deme rade unde der stad viff ferdinge (geve̅) geven,
so vaken alse he edder se dat dede.


KV Hierzu am linken Rand: vacat Welk man ock ander scho droghe, wen swarte scho, de
scholde vorschoten vefftich marck edder (dem̅) deme rade (und̅) unde
der stad viff schillinge (geve̅) geven, so dicke alse he dat dede.
Uthgenomen, wan de gilden edder handtwercke plegen
to dantzinde, so mogen se achte daghe scho dragen, an-
ders wan swarte, unde na edder vor nicht, bij der
sulven pyne.